Ein jeder, unabhängig von seiner Behinderung, soll sich durch sportliche Aktivitäten ausleben können: diese Aufgabe hat sich Just for Smiles gestellt.

Und die Stiftung geht weit darüber hinaus! Sie nimmt eine Vorreiterrolle ein bei der Schaffung von Rahmenbedingungen, damit diese Aktivitäten möglich werden, und hat danach gestrebt, einen wissenschaftlichen Ansatz zu entwickeln, um die positiven Auswirkungen dieser Aktivitäten auf alle ihre Begünstigten nachzuweisen und zu messen. Ja, Emotionen und Fortschritte hinsichtlich Bewegungsfähigkeit und Autonomie sind messbar! Den Beleg liefert die biomechanische Studie, welche zusammen mit einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe der Abteilung für Neurorehabilitation des Universitätsspitals CHUV seit 2013 in mehreren Etappen durchgeführt wurde.

 

Diese Studie und ihre Ergebnisse, die wiederholt bei Kongressen vorgestellt wurden, finden heute besondere Beachtung durch die wissenschaftliche Gemeinschaft. Just for Smiles hat das Interesse geweckt, und mehrere Forscherteams haben seitdem begonnen, sich mit dieser Frage der Autonomie zu befassen. Eine jüngste Studie wurde kürzlich im Wissenschaftsmagazin «Brain Sciences» veröffentlicht.

2019 hat die Stiftung mit Unterstützung des BSV ein unglaubliches Programm ins Leben gerufen, dem wir den Namen «Skipper ohne Grenzen» gaben. Freizeitaktivitäten, seien sie kulturell oder sportlich, sind Ansatzpunkte für eine Weiterentwicklung der gesellschaftlichen Vorstellungen von Behinderung. Denn sie bieten zahlreiche Gelegenheiten für Begegnungen mit anderen Menschen, ob ebenfalls mit Behinderungen oder nicht. Die Durchmischung ist eine zentrale Antriebskraft, um den Blick auf Behinderung zu verändern und über die Unterschiede hinaus die Zusammenarbeit und das Verständnis zu fördern. Das Programm «Skipper ohne Grenzen» ermöglicht zugleich den Erwerb von Fertigkeiten auf andere Weise und in einem anderen Umfeld als der gewohnten Umgebung der behinderten Person (z.B. ihre Institution).

 

Angesichts der Begeisterung dieser Jugendlichen für unsere Top-Aktivität Segeln wurde klar, dass wir sie in die Lage versetzen müssen, von einfachen «Nutzniessern» zu «Akteuren» ihrer Aktivität zu werden, damit sie soweit möglich genau wie andere Gleichaltrige leben können. Auf Wunsch dieser Jugendlichen und mit dem Ziel dieser angestrebten Mitwirkung haben wir das Projekt «Skipper ohne Grenzen» geschaffen. Denn wenn sie auf angepasste Weise angeboten werden, stellen Freizeitaktivitäten ein wirkungsvolles Instrument dar, um die aktive Beteiligung aller Personen zu ermöglichen, auch mit schwerer Behinderung. Dies wird beim Projekt «Skipper ohne Grenzen» deutlich. Auf längere Sicht hoffen wir, dass es uns gelingt, für die nächste Auflage des Bol d’Or Mirabaud 2022 zwei Teams von Just for Smiles aufzustellen.

 

Vielen Dank an das Komitee des Bol d’Or Mirabaud, das Just for Smiles als «Herz-Partner» 2021 ausgewählt hat, und vielen Dank an alle unsere Unterstützer dafür, dass sie an uns glauben und an all das, was wir Tag für Tag tun, um die Isolation der Behinderung zu durchbrechen.

Die wichtigste Herausforderung besteht weiterhin darin, die Betreuung und den Zugang an Bord zu verbessern: Hinfahrt, Ankunft vor Ort, Ausstattungen, Anziehen, spezielle Ausrüstung, Zugang zum Katamaran – die Umsetzung braucht manchmal viel Zeit, zumindest für Personen mit schweren Behinderungen. Manche von ihnen haben im Endeffekt grössere Schwierigkeiten an Land als zu Wasser. Es wurden enorme Fortschritte im Hinblick auf die Barrierefreiheit dieses Sports erzielt, aber das ist eine langfristig angelegte Entwicklung.

 

Einige Probleme bestehen bis heute fort. Die selbstverständliche Teilhabe von Behinderten ist noch immer nicht in unserer Kultur verankert, sei es beim Segeln oder auch sonst. Ein echtes Bewusstwerden, ein starker Wille seitens der Einrichtungen könnten einen Mentalitätswandel bewirken. Dies erfordert beträchtliche personelle Ressourcen (insbesondere durch neue Schulungen) und finanzielle Investitionen (angepasste Lebensräume und Bootsanleger, Einstiegslifte…). Daher appellieren wir erneut an Ihre Grosszügigkeit, um auch in dieser neuen Segelsaison 2021 ein Lächeln auf die Gesichter zu zaubern.

Die Bewegung der Wellen fühlen, den Wind im Gesicht spüren, das sich blähende Segel bestaunen: all diese Freuden und Emotionen sind Seglern wohlbekannt.

 

Die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung hat sich in der Schweiz während der letzten Jahre verbessert. Indessen wird der Zugang zu Freizeitaktivitäten noch allzu oft als zweitrangiger «Luxus» wahrgenommen, und der tatsächliche Zugang für behinderte Menschen ist umso eingeschränkter, je schwerer ihre Behinderung ist.

 

Just for Smiles hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Teilnahme an diesen Aktivitäten für alle zu ermöglichen, unabhängig vom Ausmass der Behinderung. Die Stiftung setzt sich für eine dauerhafte Weiterentwicklung angepasster Aktivitäten ein, die durch spezialisierte Institutionen und Vereine angeboten werden. Unsere Programme wurden so gewählt, dass sie eine nachhaltige Wirkung auf unsere Begünstigten haben, wie der Segelsport, für den Anfang Mai die Saison begonnen hat – unter Einhaltung aller vom Bundesrat auferlegten Schutzmassnahmen.

 

Unsere Katamarane vom Typ Corneel-26 sind gross und sehr stabil. Sie sind besonders angepasst und zugelassen, um jegliche Personen unabhängig von der Schwere ihrer Behinderung mit maximaler Sicherheit und höchstem Komfort zu befördern. Unsere Begünstigten sitzen bequem in Schalensitzen oder Rollstühlen, die sicher am Boot befestigt sind. Rampen und Gänge gewährleisten einen einfachen Zugang zu den Katamaranen. Sie werden von erfahrenen Skippern gesegelt, die speziell für das Segeln mit Menschen mit Behinderungen ausgebildet wurden.

Wie wir alle kürzlich erfahren haben, wurden die Eindämmungsmaßnahmen bis zum 26. April verlängert. Danach unterliegen sie einer dreiphasigen Lockerung, deren Einzelheiten nun bekannt sind. Sie fragen sich sicher, was diese Entscheidungen für Sie und für unsere Aktivitäten bedeuten. Die anhaltende Covid-19-Coronavirus-Krise hat uns gezwungen, alle unsere Aktivitäten abrupt einzustellen. Wie Sie auch wissen, haben unsere Partnerinstitutionen ihre Werkstätten geschlossen, und die Eltern haben ihre Kinder auf unbestimmte Zeit mit nach Hause genommen. Einige junge Menschen haben Schwierigkeiten zu verstehen, was vor sich geht, Orientierungslosigkeit, veränderte Routinen, Missverständnisse… Wir begrüssen den Mut all dieser Eltern!

Während die Strategie der “Dekonfinierung” auf nationaler Ebene vor kurzem offen gelegt wurde, muss die Stiftung “Just for Smiles” in diese Strategie ein besonderes Augenmerk auf die Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen integrieren, damit wir ein Eröffnungsdatum für die nächste Segelsaison festlegen können (inkl. Karting, Joëllette et Fantastiche Besuche). Diese Entscheidung kann jedoch nur nach Rücksprache mit einigen wenigen Partnerinstitutionen getroffen werden.

Die Vorbereitungen für die Zeit nach der Krise sollten daher nicht vernachlässigt werden, da die ergriffenen Sondermaßnahmen nur dann nachhaltig sein werden, wenn die medizinischen und sozialen Einrichtungen über verstärkte Mittel für die Rehabilitation und Wiedereingliederung ihrer Bewohner verfügen, eine reibungslose Anpassung an eine gestörte Realität. Viele Eltern befürchten auch, dass die Kinder Schwierigkeiten haben werden, in ihre Einrichtung zurückzukehren, wenn die Entbindung aufgehoben wird. Wir möchten daher unsere Hauptaufgabe optimieren und unsere Mobilisierung maximieren, um die Kontinuität in der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen durch verstärkte Maßnahmen für die Betreuung von Menschen mit Behinderungen und ihren Betreuern (seien es medizinisch-soziale Einrichtungen oder Eltern) zu gewährleisten.

Wir halten Sie auf dem Laufenden. Und kümmern Sie sich in der Zwischenzeit um sich selbst und Ihre Lieben!

500 000

schwer behinderte Menschen in der Schweiz

4 807

Begünstigte unserer Aktivitäten im Jahr 2019

Lassen Sie den Zähler nach oben schnellen!

Über die Stiftung

Auf dem Schnee gleiten, die Bewegung der Wellen fühlen, die frische Luft der Natur einatmen, den «Rausch» der Geschwindigkeit spüren: Just for Smiles ist eine gemeinnützige Stiftung, die Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, mit Outdoor-Aktivitäten Emotionen und das Gefühl von Freiheit schenkt.

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